Tuesday, September 05, 2006


Backpacking

das verlängerte Labor Day - wochenende verbringe ich backpackend in der wildnis des Sequoia National Park. zusammen mit 2 partikelphysikern und unmengen von bären, schlangen und krabbelgetier.
der freitag ist Andy's letzter tag bei Google (und in CA), weshalb am freitag abend grillieren in Andy's garten angesagt ist. dabei wird es natürlich einigermassen spät, und bis ich zu hause bin, ist es schon fast 3 uhr morgens. tapfer stehe ich 3 stunden später wieder auf und packe das nötigste in meinen viel zu kleinen rucksack. die zeit reicht noch, um essen für 3 tage einzukaufen, und dann werde ich auch schon von Karsten abgeholt. mit dabei ist auch Grant, ein arbeitskollege von Karsten.
um etwa 3 uhr nachmittags kommen wir im park an. wir gehen die sache erstmal gemütlich an und beginnen mit der besichtigung des baums, der von sich behauptet, der grösste der welt zu sein. danach ist aber fertig mit lustig, wir buckeln unsere rucksäcke und laufen los. da wir auch unser essen für die nächsten tage mitschleppen, gibt es viel zu tragen. ich habe mir dazu unterwegs extra noch einen grösseren rucksack besorgt. der grösste rucksack im Walmart kostet zwar nur $15, aber besonders gross ist er dafür auch nicht gerade. mit viel verpackungstalent (i.e. rohe gewalt) und der kunstvollen erweiterung des rucksacks um etliche plastiktüten hat dann doch irgendwie alles platz.
beim eindämmern erreichen wir unseren rastplatz für die 1. nacht. nach ein paar tassen fertignudelsuppe und teigwaren verkrieche ich mich todmüde in meinen schlafsack.
am nächsten tag folgen wir weiter dem High Sierra Trail zu den Hamilton Lakes. der weg ist anfangs noch angenehm flach und im kühlen schatten, aber wir freuen uns zu früh; das gelände wird immer schwieriger, und der schlussaufstieg unter der brennenden nachmittagshitze fernab jedes schattigen baumes ist mörderisch. zum glück können wir uns, endlich oben angekommen, im eiskalten wasser erfrischen, aber das ist auf die dauer dann doch schon zu erfrischend, und so machen wir uns schon bald wieder auf den rückweg. bergab geht die sache zum glück einiges schneller und weniger anstrengend.
wir übernachten mitten im wald, auf einem campground wo wir auf dem hinweg schlauerweise schon mal den nicht benötigten teil unseres gepäcks deponiert haben. den wald sollte mal wieder jemand saubermachen, viel zuviel krabbelndes ungeziefer gibts da. einem bären sind wir übrigens nie über den weg gelaufen, aber dafür wurde ich von den mosquitos beinahe bei lebendigem leibe verspeist.
am montag machen wir uns auf den langen weg zurück zum auto, wo wir am frühen nachmittag ankommen. total haben wir in den letzten 48 stunden etwa 30 meilen zu fuss zurückgelegt. zu fuss, ohne auto! dreckig bis auf die knochen und stinkend wie die franzosen machen wir uns auf die rückfahrt in die zivilisation.
Fresno, a.k.a. little Mexiko, zählt zwar noch nicht unbedingt zur zivilisation, trotzdem machen wir dort einen zwischenhalt und gönnen uns etwas, wovon wir die letzten 3 tage geträumt haben: ein riesengrosses, saftiges, leckeres steak und einen erdbeer-käsekuchen.
dank zähflüssigem Labor-Day-rückreiseverkehr und automobil unfähigen fahrern, die es schaffen, mitten auf der autobahn ihr 3-tonnen-SUV so unter einen lastwagen zu manövrieren, dass es danach die grösse eines fiat 500 hat und die autobahn für eine stunde blockiert ist, ist es schon späte nacht, bis wir endlich wieder im Silicon Valley ankommen. nach einem enspannenden bad falle ich halbtot ins bett und zähle beim einschlafen die mückenstiche.
und hier folgt noch die liste mit meinen übers wochenende zusammengestellten top-verbesserungsvorschlägen für die wildnis:
3. bergbäche brauchen thermostaten und bäume lichtschalter.
2. berge sind toll. aber sie sollten rolltreppen haben.
1. sämtliches krabbelnde, kreuchende oder stechende kleingetier ist unnötig und kann ersatzlos gestrichen werden.
pics

0 Comments:

Post a Comment

<< Home

counter